Der Raps ist schon eine Weile verblüht und die Bienen haben den Nektar inzwischen entwässert, zu Honig eingedickt und die Zellen der Wabe mit einem Wachsdeckel verschlossen. Diese Waben müssen jetzt entnommen und geschleudert werden, weil Rapshonig die Eigenschaft hat sehr schnell zu kristallisieren. Kristallisierter Honig kann nicht geschleudert werden Obwohl der Honig von den Bienen als "fertig zubereitet und lagerfähig" eingestuft wird, ist es erforderlich den Wassergehalt des Honigs mit einem Refraktometer zu prüfen. Honig mit einem Wasssergehalt unter 18 Prozent (Ausnahme: Heidehonig 21,4 Prozent) kann als "Echter Deutscher Honig" im Mehrwegglas des Deutschen Imkerbund abgefüllt werden. "Echter Deutscher Honig" ist naturbelassen, es darf nichts hinzugefügt oder entzogen werden, auch kein Wasser. Honig mit einem Wassergehalt von mehr als 18 Prozenz und unter 20 Prozent (Ausnahmen: Heidehonig und Kleehonig 23 Prozent) ist verkehrsfähig und wird im Neutralglas mit eigenem Etikett vermarktet. Entspricht der Wassergehalt in verdeckelten Zellen nicht der Norm, dann steht die Ursache neben der Beute. Zu feucht geernteter Honig kann direkt an die Bienen verfüttert werden, die ihn dann weiter verarbeiten. Innerhalb der EU ist die Honigtrocknung bisher nur in Italien erlaubt, in China angeblich Standard. Unreifer Honig lässt sich einfacher schleudern und sieben und muss nur noch getrocknet werden. Das macht dann ein Gerät, keine Biene.