Das vergangene Wochenende hat mit Regen zur Verminderung des Flugverkehrs beigetragen. Vor lauter Langeweile bauen die Bienen Weiselnäpfchen. Wenn bereits eine Made in der Zelle liegt will das Volk schwärmen. Um das kurzzeitig zu verhindern kann die Zelle zerstört werden. Meistens ist es nicht nur eine Weiselzelle in der eine Made liegt. Alle müssen zerstört werden. Die Bienen bauen dann neue Weiselzellen, die Königin bestiftet die Zelle, das Ei bricht auf und eine Made schlüpft. Danach kann dann das Prozedere wiederholt werden. Entweder bis Juli oder bis das Volk schwärmt, weil eine Zelle übersehen wurde.

Aus dem gemensamen Blühen von Kirsche, Raps, Äpfel, Birnen und Rosskastanie seit Mitte April haben sich die Obstbäme größtenteils verabschiedet. Den Bienenvölkern, die wochenlang überall Nektar sammeln konnten, bleibt jetzt hauptsächlich Raps als Massentracht. Danach bleibt nur noch Läppertracht, weil die Kastanie bereits blüht und wahrscheinlich mit dem Raps verblüht. Auch die meisten anderen Bäume haben frühzeitig geblüht. Wenn die Bienenvölkker nicht mehr ausreichend Nahrung finden, verbrauchen sie ihre Vorräte. Das ist hauptsächlich Honig.
Bis die im April gesäte Blumenwiese blüht dauert es noch einige Wochen. Bisher ging die Saat nicht auf, weil es zu trocken war.

Die vor einer Woche erstellten Ableger scheinen noch zu leben, jedenfalls fliegen die Bienen raus und rein. Seit Freitag summen sie so, als würden sie sich auf eine neue Königin freuen. In zwei bis drei Wochen werde ich vorsichtig in die Ableger schauen und die Bienen, nebst hoffentlich vorhandener Königin, gegen die Varroamilbe behandeln.