Am Pfingstmontag war es soweit - der erste Schwarm. Ein vernachlässigtes Bienenvolk nutzte den schönen, sonnigen Tag um ein neues Zuhause zu suchen. Zwischen Mittagessen und Kaffeetrinken wurde telefonisch ein herrenloser Bienenschwarm mit Königin in der Thujahecke gemeldet.

Unverzüglich wurde die Schwarnfangspritze mit Dihydrogenoxid gefüllt, ein Plastikhobbock und ein Bienenkasten in das Imkereiautomabil eingeladen und los ging´s. An der Hecke angekommen wurde die Kiste mit geöffnetem Deckel neben der Hecke platziert, der Bienenschwarm mit Dihydrogenoxid eingesprüht und größtenteil in den Eimer abgeschüttelt.

Weil das Dihydrogenoxid die Bienen quasi flugunfähig macht, konnte die träge Bienenmasse problemlos aus dem Eimer in die Kiste geschüttet werden. Deckel auf die Kiste drauf und bis auf zwei Zentimeter geschlossen. Bei abnehmender Wirkung der Sprühbehandlung blieben die Bienen in der Kiste und am offenen Deckelspalt wurde gesterzelt. Sterzelnde Bienen am Flugloch und kein Auszug - Königin im Kasten. Die Bienen, die nicht im Eimer gelandet waren, konnten die Königin nicht in der Hecke finden und schwirrten im Garten umher. Die Königin blieb mit den anderen Biene in der fast geschlossenen Kiste. Großer Garten, kleine Kiste.

Kurz nach dem Kaffeetrinken hatten sich auch die nicht mit Dihydrogenoxid besprühten Bienen im Kasten eingefunden. Die Sonne war von Wolken verdeckt, es fing an zu regnen. Schnell den Deckel zu, Flugloch zu, Spanngurt drum und ab in den Laderaum. Kurze Fahrt bei Regen und Wind zum Bienenstand im Froschhohl. Dort angekommen wurde ausgeladen, die Kiste auf einen Bock gestellt, der Spanngurt gelöst und entfernt. Auch Bienenvölker brauchen ein Dach über dem Kopf, deshalb wurde ein Blechdach über die Kiste gestülpt.

Am Dienstag wurde bei Wind und Regen die Kiste mit dem Schwarm kurz und kräftig aufgestoßen, Dach und Deckel abgenommen und eine Zarge mit Mittelwänden aufgesetzt. Ab Mittwoch kann die untere Zarge entfernt werden.