Für einen guten Beginn in der nächsten Saison werden die Bienenvölker im Zeitraum von Mtte November bis Ende Dezember gegen die Varroamilbe behandelt. Für eine erfolgreiche Behandlung im Winter müssen die Völker brutfrei sein.

Soll Milchsäure (15% ad us. vet.) gesprüht werden, ist jede Wabe zu ziehen. Vorhandene Brut wird entfernt, dann werden die Bienen mit maximal 8ml handwarmer Milchsäure pro voll besetzter Wabenseite eingesprüht. Die Sprühbehandlung mit Milchsäure muss nach wenigen Tagen einmal wiederholt werden.

Werden die als Medikament für Bienen zugelassenen Oxalsäurelösungen geträufelt, wird die Brutfreiheit ein oder zwei Tage vorher sichergestellt. Dazu werden ein oder zwei nicht belagerte Randwaben entfernt, die belagerten Waben werden gelockert und einzeln in die Mitte der entstandenen Lücke geschoben. In der Mitte der Lücke kann die Wabe nach oben gehoben werden und eventuelle Brut mit einem geeigneten Werkzeug entfernt werden. Dann alles wieder zusammenschieben. Am Tag der Behandlung beträgt die Außentemperatur am Bienenstand idealerweise zwischen +3° und maximal +10°. Die Bienen sollten sich zur Wintertraube zusammengezogen haben und keinesfalls fliegen. Mit einem geeigneten Applikator werden fünf bis sechs ml handwarme Oxalsäuredihydratlösung je Wabengasse auf die Bienen geträufelt.

Beide Behandlungsmethoden und die verwendeten Medikamente sind zur Winterbehandlung der Honigbienen zugelassen, werden in der Bio-Imkerei benutzt und können hinsichtlich der Rückstandsgefahr im Honig als unbedenklich angesehen werden. Die Anwendung von selbstangerührten Lösungen aus kristalliner Oxalsäure oder das Verdampfen von Oxalsäure zur Behandlung von Bienenvölkern gegen Varroose ist ein Verstoß gegen das Tierarzneimittelgesetz. 
In meiner Imkerei wird 2020 das Produkt von Andermatt BioVet geträufelt.