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Nachdem die Bienen wegen der Kälte in den letzten Tagen nicht rausgeflogen sind, war die Ausflugsstimmung am frühlingshaften Freitag entsprechend hoch. Wenn die Bienen fliegen, sind sie nicht in der Kiste. Ein guter Zeitpunkt, um in die Völker zu schauen, die Schwarmstimmung zu bewerten und die Varroamilbe biologisch zu bekämpfen.

Der Samstag war nicht ganz so frühlingshaft, da war die Ausflugsstimmung eher gedämpft. Wer will bei solch einem Wetter auch schon raus. Bienen haben keine Regenschirme, die sind beim Flug so unpraktisch.

Da können die Rapsfelder noch so intensiv gelb leuchten, bei der aktuellen Wetterlage fliegen die Bienen nur wenn es nötig ist. Um den Wasserbedarf zu decken genügt es vor das Flugloch zu krabbeln. Für die kommende Woche verspricht die Wettervorhersage bessere Flugbedingungen. Da kann dann auch mal wieder in die Völker geschaut werden.

Die Untersuchung der Futterkranzproben auf Sporen der Amerikanischen Faulbrut führte zu einem negativem Ergebnis. Es wurden, wie erwartet, keine Sporen gefunden.  Die Bienenvölker können bei den aktuellen Temperaturen kräftig wachsen, täglich schlüpfen jetzt mehrere hundert Bienen. Die Drohnen fliegen, an den Drohnenrahmen wird fleißig gearbeitet und spätestens gestern brauchen die Bienen Platz für die Brut, den Pollen und den Nektar.

Hier, das ist Ockstadt, blühen jetzt vor allem Kirschbäume. Der Raps fängt an zu blühen. Da haben die Bienen in den kommenden Wochen einiges zu tun. Waben bauen, Pollen und Nektar sammeln, Brut pflegen, Drohnen füttern, Honig einlagern.

Am Samstag, dem 23. April, war gutes Flugwetter und ein guter Zeitpunkt für eine Durchsicht der Bienenvölker. Diesmal war die Bienensachverständige dabei, um Futterkranzproben zu nehmen.
Auf allen Bienenständen und bei allen Völkern wurden Brutwaben aus den Kisten gezogen, visuell gründlich auf Krankheitsanzeichen untersucht und eine Probe entnommen Die Proben werden im Hessischen Landeslabor auf Kontamination mit Paenibacillus larvae larvae, dem Erreger der Amerikanischen Faulbrut, überprüft. Wird der Bazillus nicht gefunden ist die Probe negativ. Der Prüfbericht geht an die Kreisverwaltung, die bei negativem Ergebnis ein Gesundheitszeugnis für die Bienen erstelllt.

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