mesolithische Höhlenmalerei eines Honigjägers oder einer -jägerin in den Cuevas de la Araña

Honig war vor der Erfindung des Rübenzuckers das einzige Süßungsmittel das der breiten Masse in Europa zur Verfügung stand.  Nachweislich wurde Honig schon in der Steinzeit durch Honigjägerinnen den Bienen weggenommen.

Der seit den Kreuzfahrten bekannte Rohrzucker war ein Luxusgut und wurde als Heilmittel benutzt. Mit der Erfindung der Zuckergewinnung aus Rübensirup und der damit verbundenen günstigen Herstellung von Zucker verlor der Honig als Süßungsmittel seine Bedeutung. Aufgrund seines hohen Anteils an Zucker ist Honig auch zur Gewinnung von Alkohol geeignet und wurde angeblich schon von den wilden Bewohnern Germaniens zur Herstellung von Met verwendet.

Im Jahr 2008 betrug der durchschnittliche Honigverbrauch 1 kg pro BundesbürgerIn.
Der größte Teil (ca. 80%) des in Deutschland verkauften Honigs wird importiert, wobei hiervon der überwiegende Anteil aus Nicht-EU Staaten stammt. Argentinien als Hauptlieferant lieferte 2009 mehr als 23.000 Tonnen Honig nach Deutschland, die EU-Staaten lieferten zusammen ca. 18.000 Tonnen.

Honig ist eine dickflüssige bis feste, manchmal auch kristallisierte, klebrige Substanz. Honig enthält hochwertige Mehrfach-, Zweifach- und Einfachzucker, Vitamine, Spurenelemte, Mineralien, Enzyme und Aminosäuren sowie Wasser. Bei einem Wassergehalt von mehr als 20% neigt Honig zum Gären.

Honig ist das einzige Süßungsmittel, das ohne Wertverlust verzehrt werden kann, da eine Bearbeitung nicht erforderlich ist (keine Aufbereitung wie Erhitzung, Trocknung, kein Entzug von Bestandteilen usw.).
Honig zeichnet sich durch eine große Reichhaltigkeit verschiedenster natürlicher Einzelbausteine aus, die in ihrer Gesamtheit für Ernährung und Gesundheit von Bedeutung sind.
Honig enthält als süße Anteile überwiegend Fruchtzucker und Traubenzucker, die im Gegensatz von Rübenzucker (Haushaltszucker) keinen Heißhunger auslösen. Der Energiegehalt von Honig ist außerdem niedriger als der von Zucker, Honig ist deshalb nicht grundsätzlich ein Dickmacher.
Honig ist Lactosefrei.
Honig ist leicht verdaulich.
Honig schmeckt sehr gut.
Honig steht aus diesen Gründen in der Vollwerternährung bei den Süßungsmitteln an vorderster Stelle!

Wie alle naturbelassenen Lebensmittel darf Honig, wegen der natürlichen Keimbelastung, nicht von Kindern unter einem Jahr konsumiert werden. Auch nicht als Süßungsmittel in Brei oder Getränken.

Kaloriengehalt pro 100 g Honig: ungefähr 304 Kcal (1277 Joule).

Honig als Hausmittel

Honig ist laut Honigverordnung ein Lebensmittel. Allerdings sind bei diesem Lebensmittel verschiedene gesundheitliche Werte bekannt, die sich zum Teil auf lange Erfahrung begründen, teilweise aber auch - einwandfreie Qualität vorausgesetzt - wissenschaftlich belegen lassen: Honig kräftigt, ist sehr bekömmlich, wirkt Darmträgheit entgegen, hat leicht desinfizierende Wirkung, findet Anwendung in der Wundheilung. Honig pflegt Herz und Leber, kann bei Schlaflosigkeit helfen. Außerdem gibt es Hinweise, dass der in Blütenhonig enthaltene Pollen (wenn der Honig aus dem näheren Wohnbereich stammt!), bei regelmäßigem Verzehr über längere Zeit, stabilisierend bei Heuschnupfen wirken kann.